mit-den-Händen-reden
Lasst ruhig öfter mal euere Hände zu Wort kommen.
Das klingt im ersten Moment,
als würde man sich outen,
man könne sich verbal nicht ausreichend
oder nur beschränkt ausdrücken.
Aber wer “mit den Händen” rede,
habe keinesfalls eine verminderte
verbale Ausdrucksfähigkeit.
Im Gegenteil!
Klar ist, dass Gesten sicher nicht
die fehlenden Worte ersetzen,
jedoch soll nach neueren wissenschaftlichen
Erkenntnissen, das Gehirn beim gestikulieren
schneller auch die passenden Worte finden.
(Wirbel-mit-den-Armen-durch-die-Luft)

Ja, kratz dich nur nachdenklich am Hinterkopf,
aber unsere haben offenbar beim Sprechen noch
ganz andere Funktionen, als bisher vermutet.
Kanadische Wissenschaftler hatten für ihre
Studien zweisprachige Kinder intensiv beobachtet
und verblüffendes festgestellt:
Zweisprachige Kinder setzen Gestik häufiger ein,
wenn sie eine Geschichte in der Sprache erzählen,
die ihnen geläufiger ist.
Das ist genau das Gegenteil von dem,
was die Wissenschaftler angenommen hatten.
Sie vermuteten, dass die Kinder vermehrt
gestikulieren, wenn sie in ihrer
“schwächeren” Sprache erzählen sollen,
um das verminderte verbale Ausdrucksvermögen
mit Handzeichen zu ersetzen. Fehlanzeige.
Gesten zeigen also keine sprachlichen
Defizite sondern verschaffen dem Sprechenden
einen besseren Zugang zu seinem Gedächtnis
und zur Sprache. So kommt bei der Geschichte
die er erzählen will noch mehr rum.
Allerdings sollte man vorsichtig sein,
wenn es um Gestik und Mimik geht,
denn es gibt bei der Deutung verschiedener
Gesten große Unterschiede.
Das sollte man bei Reden jedenfalls beachten.
Lächeln ist international eindeutig
und offenbar immer “politisch korrekt”.
Unterschiedlich intensiv, aber es kommt
überall bei allen Menschen positiv an.
Bei den Gesten wird es schon problematischer.
Diese sind wesentlich kulturspezifischer.
Wenige Gesten werden in ihrer Bedeutung
wohl fast überall universell verstanden.
Zum Beispiel die Bettelgeste in Form der
ausgestreckten nach oben geöffneten Hand
oder die Faust als Drohgebärde.
Beim vertrauten Bejahen oder Verneinen
durch Nicken oder Kopfschütteln wird es schwierig.
In Bulgarien oder Rumänien haben diese Gesten
vertauschte, völlig entgegengesetzte Bedeutung.
Das kann dann schon mal zu erheblichen
Irritationen führen.
In diesem Sinne (lächel-mal-ganz-freundlich)
wünsche ich allen einen erfolgreichen Tag
(daumen-drück)und (schulterklopf) auf bald!
PS: Mehr Tips und Tricks hab ich bei der Superhausfrau
für euch zusammengestellt
(heftig-mit-dem-kopf-nickend …jawoll!)
